Geanina und Kevin beweisen, dass sich Familie, Beruf und Sport durchaus unter einen Hut bringen lassen. Seit sie Teil der CrossFit Lyss Community sind, gehört Bewegung fest zu ihrem Alltag – auch wenn sich mit der Geburt ihrer Tochter Grace vieles verändert hat. Mit guter Organisation, gegenseitiger Unterstützung und einer Prise Humor schaffen sie es, dem Training trotz vollem Terminkalender einen festen Platz einzuräumen.
Während Kevin von Anfang an vom CrossFit-Fieber gepackt wurde, brauchte Geanina zunächst etwas Überzeugungsarbeit. Heute verbindet die beiden nicht nur die Leidenschaft für den Sport, sondern auch die Motivation, ihrer Tochter einen aktiven Lebensstil vorzuleben. Im Interview erzählen sie, wie alles mit einem überraschenden Date begann, weshalb Burpees und das Cal Bike nicht zu ihren Lieblingsübungen gehören und warum die einzigartige Community von CrossFit Lyss für sie weit mehr ist als nur ein Ort zum Trainieren.
1. Wie seid ihr auf CrossFit Lyss aufmerksam geworden?
Long story short: Geanina wollte mich mit einem Date-Event überraschen und hat
ein Probetraining ausgemacht. 🙂
2. Wer von euch war zuerst vom CrossFit-Fieber gepackt – und wie hat der andere reagiert?
Geanina: Kevin hatte die Idee, CrossFit ergänzend zum Fitnessstudio zu machen. Ich war
noch skeptisch, ob ich da mithalten kann.
Die YouTube-Videos der Games, die mir Kevin gezeigt hat, waren nicht gerade
motivierend.
Kevin: Ich war von Anfang an motiviert, CrossFit zu machen, konnte Geanina aber selbst
nicht überzeugen mitzumachen.
Deswegen war ich umso überraschter, als es beim Date-Event hiess: „Nimm die
Trainingskleidung mit.“.
3. Was ging euch nach eurem ersten Training durch den Kopf?
Geanina: Easy und ich will einen Shake (Sofia hat ein super erstes Training gemacht).
Der Muskelkater in den darauffolgenden 4 Tagen hat meinen ersten Gedanken
„easy“ doch wieder revidiert.
Kevin: Holy Moly, wie unfit bin ich mittlerweile.
4. Seit ihr Eltern geworden seid, hat sich euer Alltag komplett
verändert. Wie schafft ihr es trotzdem, regelmässig ins Training zu
kommen?
Wir konnten unsere Tochter Grace ziemlich gut in den bestehenden Alltag
integrieren, da wir beide meistens sehr strukturiert (zumindest denken wir das) sind.
Die grösste Umstellung waren die schlaflosen Nächte, die wir mittlerweile
grossteils in den Griff bekommen haben.
Durch das Aufteilen der Trainingsstunden (Kevin meistens mittags, Geanina
meistens morgens oder abends) ist das Trainieren für jeden möglich.
Leider sind dadurch die gemeinsamen Trainings aktuell nicht mehr möglich.
5. Was motiviert euch, auch an strengeren Tagen den Weg in die
Box zu finden?
Geanina: Den Activity Ring auf meiner Smartwatch zu schliessen, dann hatte ich immerhin ein Erfolgserlebnis an diesem Tag.
Kevin: Ich mache CrossFit gerade als Ausgleich an strengen Tagen, da wird der Kopf
wieder frei und es gibt meistens etwas zu lachen.
Zum Beispiel, wenn die Technik im Workout nicht sitzt.
6. Was bedeutet Fitness und Gesundheit heute für euch –
besonders seit der Geburt eures Kindes?
Gerade weil Geanina vor der Geburt regelmässig im CrossFit war, ist sie sehr
schnell nach der Geburt wieder fit geworden.
Sport und die Community sind ein wesentlicher Teil unseres Alltags und das
wollen wir auch Grace weitergeben.
Sowohl die Physis als auch die Psyche profitieren davon und die Resilienz in
stressigen Zeiten ist höher.
7. Was habt ihr durch CrossFit über euch selbst gelernt?
Geanina: Ich stehe mir manchmal selbst im Weg und sage zu oft zu mir selbst: „Super
schwer, das bekomme ich nicht hin“. Wenn ich es anschliessend einfach mache, dann war es doch nicht soooo schwer.
Kevin: Motorisch ist noch Luft nach oben, sei es bei DUs, BMUs, unbroken Übungs Wiederholungen …
8. Welche Übung oder welches Workout dürfte für immer
verschwinden?
Geanina: Burpees, Seilspringen im Allgemeinen
Kevin: Ich könnte die Aufzählung von oben wiederholen (DUs, BMUs, unbroken
Übungs-Wiederholungen …)
Ahhh und dann gibt es da noch das „Foltergerät“, aka Cal Bike.
9. Gibt es ein Movement oder ein persönliches Ziel, das ihr
unbedingt noch erreichen möchtet?
Geanina: Die Kleidergrösse vor der Schwangerschaft wieder in diesem Jahr erreichen und bei der nächsten Swiss Team-Challenge mitmachen.
Kevin: DUs und BMUs in einer schönen Form und repetitiv hinbekommen.
10. Was macht die Community bei CrossFit Lyss für euch so
besonders?
Die gute Laune, sobald man die Box betritt. Jeder ist gut drauf und freut sich auf
das Training - das ist auch spürbar.
Es gibt keine Ausreden bei einem Training, warum etwas nicht funktioniert, da
immer auf jeden eingegangen wird.
Zum Beispiel mit einer alternativen Übung. Das zeichnet auch einen guten Coach
aus.
11. Wer ist beim Training ehrgeiziger – Geanina oder Kevin? Und
wer feuert den anderen mehr an?
Geanina: Ehrgeiziger auf jeden Fall Kevin und ich kann viiiiieel besser anfeuern.
Kevin: Okay, ja, ehrgeiziger bin ich. Das mit dem Anfeuern würde ich mal offenlassen.
12. Was würdet ihr anderen jungen Eltern sagen, die denken, sie
hätten keine Zeit mehr für Sport?
Oh, come on...
Es gibt zeitlich immer wieder Peaks, an denen mehr oder weniger Zeit für Sport
da ist.
Am Ende ist es aber vor allem eine Frage der Priorität und Organisation.
Sport sollte in den Alltag integriert werden und zudem hat man auch eine
Vorbildfunktion.
13. Lieblingsmusik fürs Training?
Geanina: House und Techno
Bloss keine Rock Musik
Kevin: Rock, Rap, etc. ‚ bin da ziemlich offen - nur kein House...
14. Erzählt uns etwas über euch, das wir noch nicht wissen!
Wir sind beide im IT-Bereich tätig und ein wichtiges Prinzip unserer Beziehung
lautet daher: „We agree to disagree“.
Gerade deswegen können wir 2027 unseren 10-jährigen Hochzeitstag feiern.