Im September möchten wir euch Scarlett vorstellen.
Scarlett gehört zu denjenigen, die CrossFit längst fest in ihren Alltag integriert haben – auch wenn sie selbst sagt, dass Motivation nicht immer von alleine kommt. Was ursprünglich als Ergänzung zum Reiten gedacht war, ist mittlerweile zu einem festen Bestandteil ihres Lebens geworden. Frühmorgens um 6 Uhr findet man sie regelmässig in der Box – und das, obwohl sie alles andere als ein Morgenmensch ist.
Von den ersten Toes-to-Bar über einen (bisher einmaligen) Double Under bis hin zu der Erkenntnis, dass Fortschritt bei jedem anders aussieht: Scarlett hat in ihrer CrossFit-Zeit nicht nur neue Skills gelernt, sondern auch einiges über sich selbst.
Was sie an CrossFit Lyss besonders schätzt? Die Coaches, die Community und vor allem die Menschen, die sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam Fortschritte machen. Was sie dagegen jederzeit aus jedem Workout streichen würde? RUN!!!!!!!
Im Interview erzählt Scarlett, wie sie zum CrossFit gekommen ist, welche Grenzen sie überwunden hat, warum sie trotz fehlender Motivation immer wieder auftaucht und weshalb wir sie nächstes Jahr vielleicht nicht nur in der Box, sondern auch auf dem Wasser antreffen werden.
Viel Spass beim Lesen!
Wie bist du ursprünglich auf CrossFit aufmerksam geworden?
Ich wollte schon länger etwas zusätzlich zum Reiten für meine Fitness tun. In diversen Fitnessstudios war ich allerdings immer mal wieder mehr Gönnerin als Member, weil mir die Motivation und auch einfach das Wissen fehlte, um mir selbst ein sinnvolles Training zusammenzustellen.
Irgendwann bin ich dann auf CrossFit aufmerksam geworden und dachte: Eine Stunde lang sagt mir jemand, was ich zu tun habe – perfekt! Und CrossFit Lyss ist praktisch bei mir zu Hause, also gab es endgültig keine Ausrede mehr.
Was macht CrossFit für dich heute aus, was du bei anderen Sportarten vermisst hast?
Definitiv das Feedback der Coaches – während und auch nach dem Training. Ich finde es unglaublich hilfreich, wenn jemand von aussen sieht, woran man arbeiten kann und einem gleichzeitig zeigt, was man bereits besser macht.
Ausserdem liebe ich die Mischung aus Kraft und Ausdauer. Cardio ist zwar wirklich nicht meine grosse Liebe, aber gerade deshalb bin ich froh, dass die Workouts aus allem ein bisschen bestehen. So trainiere ich eben nicht nur meine Mukis, sondern tue auch etwas für meine Ausdauer.
Gibt es einen Moment aus deiner Zeit im CrossFit, an den du dich besonders gerne erinnerst?
Es gibt viele Momente, an die ich mich gerne erinnere; der erste Toes-To-Bar, der erste Double Under (1x geschafft und bisher nie wieder lol)… Oder auch einfach das Gefühl, wenn man plötzlich etwas schafft, das vorher unmöglich schien.
Wie schaffst du es, Training und Arbeit unter einen Hut zu bringen?
Früh aufstehen! Mich trifft man im CrossFit normalerweise morgens um 6 Uhr. Und das nicht, weil ich ein Morgenmensch bin – ganz im Gegenteil - sondern weil es morgens einfach am besten in meinen Alltag passt.
Und übrigens: Es ist ein Mythos, dass man nach einer Stunde Sport um 6 Uhr morgens danach hellwach ist. Ich bin nach dem Workout meistens eher bereit für eine zweite Runde Schlaf. Aber es ist ein richtig gutes Gefühl, wenn man weiss: Ich habe mich heute Morgen schon bewegt und etwas für mich getan.
Wie sieht dein perfekter Tag aus?
Sommer, Sonne, Sonnenschein – der Tag startet mit Sport, danach geht es zum Pferd und zum Schluss ab auf den See. Ich bin schon ganz melancholisch, weil sich der Sommer langsam dem Ende zuneigt.
Was hat CrossFit dich über dich selbst gelehrt?
Dass ich offenbar disziplinierter bin, als ich dachte. Auch wenn ich mich nicht immer super motivieren kann, etwas zu tun, weiss ich mittlerweile: Ich gehe trotzdem.
CrossFit hat sich schon lange in meinen Alltag integriert. Und auch wenn ich das anstehende Workout im Kopf manchmal schon richtig scheisse finde, tauche ich in der Box auf und mache es.
Ausserdem hat mich CrossFit gelehrt, dass Progress bei jedem anders aussieht – und dass das völlig okay ist. Man muss nicht mit den anderen mithalten. Wichtig ist, dass man seinen eigenen Fortschritt sieht.
Welche Grenze hast du durch CrossFit überwunden?
Einige! Es hat schon bei der Anmeldung fürs Probetraining begonnen, ich kannte niemanden in der Box und kam ganz allein, das hat schon etwas Mut gebraucht. Und als sich dann nach dem 1. Probetraining herausstellte, dass ich wirklich seeeeehr unsportlich war, den Mumm zu haben und wieder zu kommen. Aber ich bin so froh habe ich nicht aufgegeben!
Was würdest du deinem Ich vom ersten Training heute gerne sagen?
Take your time – dein einziger Gegner im Training bist du selbst.
Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn du ein Workout nicht im Time Cap schaffst oder etwas noch nicht kannst. Was zählt, ist, dass du da bist und dein Bestes gibst. Der Rest kommt mit der Zeit.
Was macht die CrossFit Lyss Community für dich besonders?
Die lieben Menschen. Egal ob jung oder alt – alle kommen hierher, um eine gute Zeit zu haben und gemeinsam Sport zu machen. Jeder hilft jedem und niemand wird bewertet. Ich finde es auch spannend, wie unterschiedlich die Geschichten und Leben der einzelnen Member sind und wie man trotzdem beim Training zusammenkommt.
Welche Übung würdest du am liebsten aus jedem Workout streichen?
RUN!!!!!!! I hate it – Ich kann dazu wirklich nicht mehr sagen.
Was läuft bei dir auf der perfekten Workout-Playlist?
Technooo
Was ist dein grösster „Guilty Pleasure“ nach dem Training?
Hmmmm… Keine Ahnung – ich habe tatsächlich kein richtiges Guilty Pleasure nach dem Training. Vielleicht kommt das noch.
Verrate uns etwas über dich, das wir noch nicht wissen.
Ufff schwierige Frage, da gibt’s bestimmt einiges…
Dass mein Herz den Pferden gehört, wissen wohl schon die meisten. Meine nautische Ader ist dagegen, glaube ich, noch nicht ganz so bekannt. Für nächstes Jahr steht deshalb die Bootsprüfung auf dem Plan. AHOI!
Und eine kleine Freude kann man mir eigentlich immer mit einem Red Bull machen – am liebsten White Edition mit Kokos und Heidelbeere. I love it!!!